Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Duisburg e. V.

Sittardsberger Allee: ADFC legt konkrete Empfehlungen zur Sanierung vor

Der ADFC Duisburg hat Möglichkeiten zur Erneuerung der Radverkehrsanlagen an der Sittardsberger Allee im Duisburger Süden intensiv geprüft und eine detaillierte Stellungnahme an die Stadt Duisburg übermittelt.

Der ADFC Duisburg hat Möglichkeiten zur Erneuerung der Radverkehrsanlagen an der Sittardsberger Allee im Duisburger Süden intensiv geprüft und eine detaillierte Stellungnahme an die Stadt Duisburg übermittelt. Anlass ist die angekündigte Oberflächensanierung der Radwege auf beiden Straßenseiten, die aus Sicht des ADFC dringend notwendig ist .

Ziel: sichere, durchgängige und regelkonforme Radwege

Zentrales Anliegen des ADFC ist es, die Sanierung nicht auf eine reine Instandsetzung zu beschränken, sondern bestehende Sicherheitsdefizite zu beseitigen. Dazu gehören insbesondere zu schmale Radwege, Konflikte mit parkenden Fahrzeugen, gefährliche Bordkanten sowie unübersichtliche Einmündungen. Grundlage der Empfehlungen sind die geltenden Regelwerke, insbesondere die ERA 2010.

Wichtige Forderungen im Überblick

  • Ausreichende Breiten: Wo möglich, Anpassung der Radwegbreiten auf mindestens 1,60 m (Nordseite) bzw. 2,00 m (Südseite).
  • Schutz vor Dooring-Unfällen: Einrichtung von Sicherheitstrennstreifen zwischen parkenden Autos und Radweg.
  • Barrierefreiheit: Kantenlose Übergänge zwischen Geh- und Radweg sowie Nullabsenkungen an Einmündungen.
  • Mehr Sicherheit an Kreuzungen: Rotmarkierte Furten, verbesserte Ampelschaltungen und vorgezogene Haltelinien für den Radverkehr.
  • Umgang mit Wurzelaufbrüchen: Dauerhafte bauliche Lösungen, um erneute Schäden durch Baumwurzeln zu vermeiden.

Darüber hinaus weist der ADFC auf besonders problematische Stellen hin, etwa schlecht einsehbare Einmündungen oder unnötige Hindernisse wie Poller im Radwegbereich.

Blick über den Radweg hinaus

Die Stellungnahme macht deutlich, dass ein sicherer Radverkehr nicht am Bordstein endet. Auch die großen Kreuzungsbereiche rund um den Sittardsberg sowie die Unterführung an der Lindenstraße stellen derzeit erhebliche Barrieren für Rad- und Fußverkehr dar. Hier fordert der ADFC eine grundsätzliche Neuordnung zugunsten fairer Bedingungen für alle Verkehrsteilnehmenden.

  • Die vollständige Stellungnahme mit allen Details, Fotos und konkreten Vorschlägen findet ihr hier auf der Seite im blauen Kasten.

Der ADFC Duisburg wird den weiteren Planungs- und Umsetzungsprozess kritisch begleiten und setzt auf einen konstruktiven Dialog mit der Stadt.

Update: Im Januar haben dort schon erste Arbeiten begonnen und wir hoffen, dass unsere Forderungen berücksichtigt werden

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