Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Duisburg e. V.

Parteienbefragung '25: Sichere Schulwege

Die Zahl der im Duisburger Straßenverkehr verunglückten Kinder und Jugendlichen ist laut Verkehrsbericht 2023 im Fünfjahresvergleich deutlich gestiegen.

Die Parteien wurden gefragt, welche Maßnahmen sie ergreifen werden, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren, wie sie Schulwege sicherer gestalten und den Trend zum Elterntaxi umkehren wollen.


Die CDU setzt auf Verkehrsbildung: Intensivierung einer „nachhaltige[n] Verkehrserziehung durch Eltern, Kita und Schule“ sowie „stete Aufklärung und Sensibilisierung [„der motorisierten Verkehrsteilnehmer“ für] mehr Bewusstsein für Kinder und Jugendliche im Straßenverkehr“. Neben der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur („markierte Fußgängerüberwege, Verkehrsinseln, Beleuchtung, verkehrsberuhigte Bereiche, Einbahnstraßenregelungen vor Schulen“) ist „eine entsprechende Verkehrsüberwachung zu intensivieren“ und „Schülerlotsen und Schulwegpatenschaften sind obendrein zu fördern“.


Die FDP macht zu dem Thema keine Angaben.


Die Grünen wolleneine „Ausweitung von Tempo 30, sichere Straßenquerungen und Schulweghelfer“ sowie „ein Schulweg-Konzept [umsetzen], das für jede Schule konkrete Gefahrenstellen untersucht und behebt. Zusätzlich sollte an jeder Schule die Einführung einer Schulstraße (temporäre Sperrung für KFZ-Verkehr zu Bring- und Abholzeiten) geprüft und wo möglich umgesetzt werden“.


DieMaßnahmen von Junges Duisburg umfassen: „Mehr Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kitas und stark frequentierten Schulwegen; Zusätzliche Fußgängerüberwege und Ampelschaltungen, die auf die Bedürfnisse von Kindern angepasst sind; Bessere Schulwegplanung durch Markierung sicherer Routen und bauliche Anpassungen an Gefahrenstellen; Schulweghelfer-Programme und verstärkte Aufklärung über sicheres Verhalten im Straßenverkehr.“ Da „Elterntaxis nicht vollständig vermeidbar sind“, setzt sich die Partei „für sichere und gut organisierte Elternhaltestellen ein, um gefährliches Halten in zweiter Reihe oder direkt vor Schultoren zu vermeiden“.


Für die Linke „wäre auch hier eine Reduzierung der Geschwindigkeit des [Motorisierten Individualverkehrs], wie es die neue StVO hergibt“, eine gute Maßnahme. „Außerdem müssen Schulwege sicher gestaltet werden und das Chaos durch die Elterntaxen durch bauliche und ordnungsrechtliche Maßnahmen unterbunden werden. Es sollen für alle Schulen Schulwegpläne erstellt und an die Schüler bzw. Eltern ausgegeben werden.“


Die SPD will sich im „Austausch mit den Betroffenen (…) dafür einsetzen, dass dort, wo es sinnvoll und möglich ist, durch Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen oder Einbahnstraßen der Schulweg sicherer gestaltet wird.“ Dabei will sie neue rechtliche Möglichkeiten wie den NRW-Schulstraßenerlass einbeziehen. Die Partei verweist auf ihre Initiative zur Erarbeitung eines Konzepts zur Optimierung der Verkehrssicherheit von Schulwegen. Dabei soll eine „Bewertung der aktuellen Verkehrssituation auf den Schulwegen erfolgen, unter Berücksichtigung von Gefahrenpunkten wie stark befahrenen Straßen, fehlenden Fußgängerüberwegen oder sonstiger Querungsmöglichkeiten sowie unzureichender Beleuchtung.“ Schulen, Elternvertretungen und die Schülerschaft sollen in den Planungsprozess einbezogen werden. An die Eltern soll zu einer Vermeidung von Elterntaxen appelliert werden.


Volt „setzt auf eine Kombination aus Tempo 30 Zonen, Fahrradbus-Lösungen [„Fahrradpendelbusse für Kinder“], Lkw-Umleitungen, [„mit Personal“] kontrollierten Überwegen und Aufklärung [„Verkehrsunterricht“]. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Sicherheit der Kinder auf ihren Schulwegen erhöhen, sondern auch den Trend zum Elterntaxi umkehren und langfristig eine nachhaltigere und sicherere Mobilität in Duisburg fördern.

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