Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Duisburg e. V.

Jetzt ist die Zeit zu handeln

Ob A59, Spaghettiknoten oder RRX: Duisburgs große Bauprojekte bieten die Chance, sichere und attraktive Radverbindungen zu schaffen. Der ADFC zeigt, wie sich Synergien nutzen lassen – für ein durchgängiges Radwegenetz und eine lebenswerte Stadt.

Schon heute möglich und Grundlage für einen Nonstop-Radweg von Mülheim in die Duisburger Innenstadt. © Harald Höbusch

Ein erfolgversprechender Aufschlag zu einer lebenswerten Stadt Duisburg!

Duisburg ist in die Jahre gekommen. Viele der wichtigen Verkehrswege bedürfen der grundsätzlichen Überarbeitung. Die Erneuerungen dieser Wege passieren genau jetzt. Und daher ist auch genau jetzt die Zeit zu handeln – für eine lebenswerte Stadt für das Vehikel der lebenswerten urbanen Räume, dem Fahrrad. Geschehen sollte dies bei der maroden A59 (Berliner Brücke) genauso wie bei der Instandsetzung des Spaghettiknotens (Knotenpunkt A40/A3 im weiteren Verlauf der A40; Neuenkamp) oder dem Ausbau des Schienennetzes in Form der RXX-Strecke. All diese Maßnahmen sind teuer und umfangreich und bedürfen sorgfältiger Planung. Sie verändern und ertüchtigen die Verkehrsträger. Jetzt ist die Zeit die sich jetzt anbietenden Chancen und Synergieeffekte auf dem Weg zu einer lebenswerten Stadt effektiv zu nutzen:

Bei der Erneuerung des Spaghettiknotens besteht die Chance eine Streckenführung für den Radverkehr aus Oberhausen/Mülheim in die Duisburger Innenstadt und darüber hinaus zu gestalten. Eine kleine kostengünstige Maßnahme ist hier das Herzstück für den weiteren Ausbau einer attraktiven, sicheren und schnellen Verbindung abseits der unfallträchtigen Hauptverkehrsstraßen für den Radverkehr aus Oberhausen/Mülheim in die Duisburger Innenstadt und darüber hinaus zu gestalten. Im Zentrum steht der Wirtschaftsweg nördlich des A3-Zubringers, der für den Radverkehr zu optimieren ist. Jetzt ist der Moment, um in Absprache mit der Autobahn GmbH dieses anzutreiben.

Eine andere Chance, die sich aktuell bietet, ist die Erweiterung der A59. (Berliner Brücke). Die hier angedachte Maßnahme, den Wirtschaftsweg entlang der Brücke auch für den Radverkehr zu optimieren, sollte dringend genutzt werden. Insbesondere da sich im nördlichen Verlauf mit der Troglage weitere interessante Verbindungen anbieten! Unter Einbeziehung der Baumaßnahmen des RRX kann hier eine Verbindung von Dinslaken bis tief Krefeld realisiert werden. Die Stadt steht in der Verpflichtung, die Vorarbeiten und die Zuwegungen zur Brücke zu planen. Eine Riesenchance für Duisburg.

Mit dem Ausbau des RRX wird ein Nadelöhr im Schienennetz erweitert. Auch hier ändern sich die Wege für den Radverkehr. Die für Radfahrende zwischen Duisburg und Düsseldorf beliebte Sternstraße ist eine sichere, weil autoarme Fernverbindung. Durch eine Vielzahl an Maßnahmen wird das Schienennetz in den nächsten Jahren optimiert. Da ist es im Sinne einer nachhaltigen Verkehrsplanung geboten, die sich hier anbietenden Synergieeffekte zu nutzen. Ein kreuzungsfreier Ausbau der Sternstraße über die Wacholderstraße, im Schlenk, die Wedauerstraße, über das Sterneck kann eine Verbindung bis tief in den Duisburger Süden entstehen lassen. Unter Einbeziehung der Otto-Keller-Straße, der Wegenerstraße und dem Weg hinter dem sogenannten Superfly führt diese Verbindung direkt ins Herz der Stadt. Am Sternbuschweg ermöglicht sich die Anbindung der Wedau inkl. der geplanten Neubaugebiete.

Wie bei der A40-Rheinquerung (Rheinbrücke Neuenkamp), bei der eine (gute) Radverkehrsanlage geplant wurde und bald Realität wird, sollte auf der südlichen Seite der Autobahn in Neuenkamp eine hochwertige Radverbindung geschaffen werden. In der ursprünglichen Planung des Radroutennetzes NRW war dies vorgesehen. Ein paar Treppenstufen und die fehlende Beleuchtung verhinderten die hochwertige Strecke zum „Am Schlütershof“. Die Wiederherstellung der Flächen, in der Bauzeit durch Maschinen und LKWs genutzt, bietet auch hier wieder einen wertvollen Synergieeffekt.

Und das alles kann über die zahlreichen Fördermaßnahmen des Bundes und/oder des Landes gefördert werden. Mit bis zu 90 % Fördermittel kann Duisburg rechnen. Wer kann da schon nein sagen??


https://duisburg.adfc.de/neuigkeit/jetzt-ist-die-zeit

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