Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Duisburg e. V.

Die A59 wird Dauerbaustelle, wir reagieren.

Der ADFC Duisburg bringt eine Idee von 2014 zurück: eine Rad-Alternative zur A59. Nach Vorabfahrten und Dokumentation der Strecken bereiten wir gemeinsam mit der Stadt die Ortsbegehung vor – für sichere Wege ab 2026 trotz Sperrungen.

Ab 2026 wird zunächst die Berliner Brücke neu gebaut, danach auch im weiteren Verlauf die A 59 entweder über eine neue Hochbrücke oder in Tunnel/Troglage geführt. Dabei wird es über viele Jahre hinweg immer wieder zu Beeinträchtigungen, Teil- und Vollsperrungen der A 59 kommen. Der ausweichende Auto- und LKW-Verkehr wird großflächige Auswirkungen auf den Autoverkehr in Duisburg haben, noch mehr Stau in vielen Straßen wird Normalzustand werden.

Bei einem Treffen zwischen Oberbürgermeister Sören Link und dem ADFC hat der OB die gemeinsame Ausarbeitung einer A 59-Alternativroute fürs Fahrrad vorgeschlagen. Der ADFC Duisburg hat diesen Vorschlag begrüßt und eine Idee von 2014 aufgegriffen. Und so sind wir mit der Stadtverwaltung im Gespräch.

Wie angekündigt, berichten wir monatlich über unsere Idee einer A59-Umfahrung per Rad. Wir warten gespannt auf die Ortsbegehung von zwei Routen, die wir zusammen mit Vertreter:innen der Stadt Anfang März durchführen.

Wir sind die Strecken vorab abgefahren und Änderungen, die aus unserer Sicht notwendig sind, dokumentiert. So werden wir gut vorbereitet sein für den Termin mit der Stadt. 

Wer an der Geschichte dieser Idee interessiert ist, findet interessante Details hier:

Die A59-Umfahrung per Rad – die Strecke von 2014

2014 war die A59 über die Berliner Brücke für mehrere Monate teil gesperrt. Auf Initiative des ADFC Duisburg, insbesondere Herbert Fürmann, wurde zusammen mit der Stadtverwaltung eine Alternativroute fürs Fahrrad vom König-Heinrich-Platz zum Hamborner Rathaus in kurzer Zeit und mit minimalem Geldaufwand definiert und ausgeschildert.

Das Kriterium für die Auswahl der Streckenabschnitte für die Route war: Die Strecke sollte so weit wie möglich abseits großer Verkehrsströme (etwa B 8) verlaufen, stattdessen lieber durch ruhige Anliegerstraßen und Grünverbindungen führen. So sollten mit einer attraktiven Radverbindung möglichst viele motiviert werden, es mal mit dem Rad zu probieren und nicht mit dem Auto im Stau zu stehen.

Die Route von 2014

Start der Route war am Opernplatz Richtung Osten. Ausgeschildert im NRW-Radroutennetz war das Ziel Hamborn Rathaus. Die Route war durchgängig mit kleinen Hinweisen „A 59“ im „Autobahndesign“ versehen. Unter Wegweisern gab es eingehängte Zusatzschilder mit der „A 59“ wie hier am Start.

Auch unterwegs auf der Route wurde an größeren Kreuzungen diese Lösung gewählt.

Auf Zwischenwegweisern war ein kleines Symbol aufgeklebt, hier in Meiderich. Es ist zu sehen, dass diese aufgeklebten Symbole aufgrund der Platzverhältnisse sehr klein waren.

Der Routenverlauf damals:

Einen Überblick über die alte Route gibt es bei der Zeitung WAZ online

Vergleich der Route von 2014 mit der neuen Umfahrung

Was wollen wir dieses Mal anders machen?

Der Anlass für die alte Route war eine fünfmonatige Teilsperrung der A 59. Nun stehen wir vor vielen Jahren mit Baumaßnahmen an der A 59, wir haben also höhere Ansprüche.

Ziele, die wir erreichen wollen:

  • Wir wollen ein Angebot an bisher Autofahrende, es mal mit dem Rad zu probieren und das Auto stehenzulassen.
  • Wir wollen auch Menschen ansprechen, die schon jetzt auch größere Strecken mit dem Rad fahren, zum Beispiel zur Arbeit, und die Strecke attraktiver machen.
  • Wir wollen Menschen ganz im Norden von Duisburg und sogar in Nachbarorten ansprechen (zum Beispiel Walsum, Dinslaken).
  • Vor allen Dingen wollen wir auch Menschen ansprechen, die näher am Stadtzentrum ihre Ziele haben, zum Beispiel Hamborn.


Deshalb soll die Route

  • sicher
  • und flott

sein.

Die Vorgabe, dass sie zwingend über verkehrsarme Nebenstraßen und Grünflächen geht, verfolgen wir nur noch eingeschränkt. Ferner sind wir uns mit der Stadtverwaltung einig, dass wir wahrscheinlich zwei Routen brauchen, um die Ziele zu erreichen, eine östliche und eine westliche. Beide sollen bis zur Stadtgrenze Dinslaken führen.

Im Jahr 2014 waren außer der Beschilderung wenige sehr kleine Maßnahmen durchgeführt worden. Deshalb gab es Situationen wie hier auf der Aakerfährstraße am Ende des Radwegs, die dieses Mal baulich geregelt werden müssen.

Auch unbeleuchtete, wassergebundene Strecken soll es dieses Mal nicht geben.

Die Fotos mit der Beschilderung der Route sind von Januar 2021 (Wolfgang Dewald).
Damals war die Route noch fast vollständig zu finden. Heute ist sie aufgrund der Erneuerung der Ausschilderung Radnetz NRW verschwunden.

Wie geht es weiter?

Meldet euch per E-Mail an info [at] adfc-duisburg.de

Unsere Arbeitsgruppe für diese große Maßnahme kann sehr gerne noch verstärkt werden. Bitte meldet Euch, wenn Ihr Lust und Zeit dazu habt, auch wenn Ihr nur kleine Teilaufgaben übernehmen wollt.


Hier gehts zur Übersicht des Themas mit weiteren Artikeln


https://duisburg.adfc.de/neuigkeit/die-a59-wird-dauerbaustelle-wir-reagieren

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