ADFC Duisburg fordert nach Kommunalwahl von Parteien entschiedenes Engagement
Ärmel hochkrempeln für den Radverkehr. Unsere 5 Forderungen an die Politik und 20 einfache Maßnahmen die den Radverkehr schnell, günstig und unkompliziert verbessern können.

Mit einem Schreiben an die Mitglieder des Rates und der Bezirksvertretungen hat der Fahrradclub ADFC Duisburg ein entschiedenes Engagement für den Radverkehr in der neuen Legislaturperiode eingefordert. Der ADFC formuliert darin fünf zentrale Forderungen, die Grundlage einer modernen und sicheren Radverkehrspolitik in Duisburg sein sollen. Dazu gehören ein leistungsstarkes Radverkehrsnetz, der konsequente Aufbau zukunftsfähiger Infrastruktur bei neuen Straßen und Entwicklungsgebieten, deutlich erhöhte Haushaltsmittel, mehr qualifiziertes Personal sowie die vollständige Generalüberholung der bestehenden Radwege binnen zehn Jahren.
Vorstandssprecherin Lara Schartau-Engelking betont: "Wir brauchen keine Flickschusterei mehr, sondern einen klaren politischen Auftrag: sichere Wege für alle, jetzt."
Unsere Forderungen an die Politik
- Konzeption und Umsetzung eines leistungsstarken Radverkehrsnetzes unter Beteiligung der Menschen vor Ort. Dieses umfasst
- gut ausgebaute Ost-West- und Nord-Süd-Achsen
- Radvorrangrouten als Verbindungen zwischen Stadtquartieren
- 10 Fahrradstraßen mit Relevanz für den Alltagsradverkehr - Schaffung sicherer Schul- und Freizeitwege für unsere Kinder
- Konsequente Einplanung zukunftsfähiger Radverkehrsinfrastruktur bei Stadtentwicklungsgebieten und Neubau von Straßen
- Mindestens eine Verdreifachung der Haushaltsmittel und Personalstellen für den Radverkehr, um Sanierungsstau aufzulösen, zukunftsgerichtete Planungen zu erstellen und Fördermittel abzurufen
- Vollständige Generalüberholung der bestehenden Radinfrastruktur binnen 10 Jahren (entsprechend 40 km pro Jahr) und kurzfristige Behebung aller Sicherheitsmängel

20 einfache Maßnahmen für den Radverkehr – wie Elfmeter im Fußball
Ergänzend hat der ADFC 20 einfache Maßnahmen für den Radverkehr in Duisburg zusammengestellt, wie die Stadt sofort ohne großen Aufwand Fortschritte erzielen kann. Mit Hilfe kurzfristiger, unkomplizierter Schritte könnte die Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs aus Sicht des ADFC spürbar verbessert werden. Lara Schartau-Engelking: "Die Maßnahmen sind treffsicher wie Elfmeter im Fußball: einfach vorzubereiten, leicht umzusetzen und sofort wirksam. Gemeint sind etwa regelkonforme Baustelleneinrichtungen, optimierte Ampelschaltungen und kleine, aber wirksame Infrastrukturverbesserungen. "Selbst eine klamme Stadt wie Duisburg kann hier sofort punkten – wenn der politische Wille vorhanden ist."
Um den nötigen Aufbruch gemeinsam zu gestalten, hat der ADFC die Ratsfraktionen und Bezirksvertretungen ab dieser Woche zu Gesprächen eingeladen. Ziel ist, gemeinsam an einer zukunftsfähigen Mobilitätsstrategie für die Menschen in Duisburg zu arbeiten und konkrete, spürbare Schritte rasch auf den Weg zu bringen.



